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Basaliom Operation

Den Standard in der Behandlung von Basaliomen stellt nach wie vor die Operation dar, deren Ziel die Entfernung des Tumors ist mit genügendem Sicherheitsabstand. Die Operation ist bezüglich der Prognose allen anderen Therapien die ohne OP auskommen wollen, überlegen.

Bevor aber eine Behandlung stattfinden kann, muss zunächst die Diagnose anhand der Symptome gestellt werden. Wenn man sich als Laie einen Überblick über das Äußere verschaffen möchte, kann man dies im Artikel Basaliom-Bilder tun. Hier haben wir einige Bilder mit kurzen Beschreibungen zusammengestellt.

 

Wie wird die Basaliom Operation durchgeführt?

 

Ziel der Basaliom-Operation ist die komplette Entfernung des Tumors. Wird dies von der Pathologischen Untersuchung bestätigt, gilt der Patient als geheilt.

Die Op kann oft in örtlicher Betäubung und ambulant erfolgen, solange noch keine tiefen Schichten betroffen sind und die Größe ein gewisses Maß nicht überschreitet. Das Op-Prinzip besteht in der Basaliom-Entfernung mit Sicherheitsabstand und anschließender mikroskopischer Untersuchung. Der Sicherheitsabstand sollte auch bei einem kleineren Basalzellkarzinom 3-5 mm betragen – bei größerem noch mehr. Das Entfernte Basaliom wird mit einem Faden markiert (z.B. Faden bei 12 Uhr), um die Orientierung zu erhalten. Sieht der Pathologe noch Ausläufer an bestimmten Stellen oder einen zu knappen Sicherheitsabstand, kann er dies dem Operateur mitteilen (z.B. Basaliom-Reste im Bereich 3-6 Uhr).

 

Ein- oder zweizeitiges Vorgehen?

Prinzipiell kann man beide Verfahren wählen. Bei großem Basaliom, ungünstiger Lokalisation, oder Unsicherheit bei der Beurteilung der Ränder sollte der Defekt aber erst verschlossen werden, wenn der Pathologe die Entfernung mit ausreichendem Sicherheitsabstand bestätigen kann. Das bedeutet der entstandene Defekt wird zunächst steril verbunden oder mit Ersatzhaut gedeckt, bis der endgültige Wundverschluss erfolgt.

Beim einzeitigen Vorgehen wird der Defekt sofort verschlossen. Dies ist eine adäquate Methode bei kleinem und mittelgroßem Basaliom, wenn der Verschluss operativ wenig aufwendig ist.

 

Defektdeckung

Das Herausschneiden der Basaliome ist nicht die Kunst sondern die anschließende Defektdeckung. Dabei stehen dem Plastischen Chirurgen und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung.

Im einfachsten Fall erfolgt die Defektdeckung durch die Verschiebung der Haut über den Defekt nach Lösung der Haut vom unterliegenden Gewebe.

Die wichtigste Form der Defektdeckung sind sog. Verschiebe-Schwenk-Lappen. Bei etwas größeren Defekten wird mit Hilfe verschiedenster Schnittmuster ein Hautlappen in den Defekt verschoben.

Auch die Möglichkeit der Hauttransplantation ist für die Basaliom-Chirurgie nicht zu vergessen. Dabei wird die Defektdeckung erreicht, indem ein Hauttransplantat von einem anderen Bereich mit ähnlicher Qualität und Hautüberschuss in den Defekt eingefügt wird. Hier muss das Transplantat nun einheilen.

Bei sehr großen Defekten reicht die Palette von großen Schwenklappen bis zu sog. freien Lappen. Oft müssen auch Nase oder Augenhöhle rekonstruiert werden oder günstige Verhältnisse für spätere Epithesen geschaffen werden. Eine Epithese ist z.B. eine künstliche Nase oder ein künstliches Ohr, welche aufgesteckt werden können